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Unser
kleines EFH -Beispielhaus
benötigt
zum Ausgleich der Wärmeverluste ca. zwei Drittel der Gesamtenergie
des Haushaltes, die Wärmeverluste verteilen sich in etwa auf
1. Wand
22 %
2. Boden, Keller
10 %
3. Fenster (
Transmission ) 30
%
4. Dach
13 %
5. Fugen, Lüften
25 %
Wärmegewinne
wie Solar und interne Wärmequellen ( Kochen, Fernseher, Beleuchtung
etc ) reduzieren die Verluste zu etwa 30 %.
Übrig bleiben
rund 20.000 kWh Verluste, welche mit z.B. 2.000 Liter Öl jedes
Jahr zugekauft werden müssen.
( man spricht
hier auch vom 15 Liter Haus, d.h. Jahresverbrauch 15 l / m²
/ a )
Manch einer
sagt, ein gesundes Haus braucht Luft und muß atmen, dabei pustet
unser Beispielhaus Jahr für Jahr rund 9 Tonnen Luftschadstoffe
wie CO2, Stickoxide etc. in die Atmosphäre - aber, die sind
nicht weg, die melden sich wieder.
Zur Zeit ergänzen
viele Eigenheimbesitzer Ihre Heizung um eine zusätzliche Holzheizung,
manche Heizungen erhalten eine Solaranlage, andere stellen komplett um
von Öl oder Gas auf Holz,Pellet oder Strom ( Wärmepumpen )
Werden diese,
meist mit Steuermitteln ergänzten und auf Basis obiger Wärmeverluste
durchgeführten Investitionen sich auch langfristig rechnen ?
Eins ist sicher,
die Energiepreise werden steigen, das Haus steht weiter wie ein Klotz in
der Landschaft, zunehmende Stürme saugen immer mehr Wärme
aus dem Haus, die in der Atmosphäre abgelegten Milliarden Tonnen Emissionen
klopfen schon an. So wie unser Beispielhaus die Wärme im Winter verliert
dringt diese nun im Sommer umso mehr wieder rein. Was im Auto heute fast
Standard ist wird auch bald im Haus ankommen - die Energie und Geld vernichtende
Klimaanlage. Man darf daher gespannt sein wie sich wohl die Gesamtenergiebilanz
unseres Beispielhauses in 5 und 10 Jahren entwickeln wird. |
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Was
kann man tun ?
Zuerst
mal von einem Fachmann den IST-Stand ermitteln, wieviel kWh Wärmeverluste
hat mein Haus pro Jahr
Investieren
in Sonnennergie ( emissonsfrei, kostenlos ) ist immer richtig, aber bei
unserem Beispielhaus auch nur begrenzt zur Substitution fossiler Energie
möglich.
Austausch
alter Kessel gegen moderne Brennwertechnik, optimieren der Heizungshydraulik,
Ergänzung mit Holz / Pellet oder WP bringt sicherlich etwas weniger
Emissionen, mitelfristig werden die Energiekosten wieder den heutigen Stand
und damit die selben Probleme haben.
Man
sollte also das Problem an der Wurzel packen und egal ob Altbau oder Neubau,
genau analysieren wo die Verluste liegen und dort konsequent ansetzen -
also aus unserem 14 Liter Beispielhaus ein 5 Liter / 1 Liter / Energie-Plus
Haus anstreben.
Schon
Mitte der 90er des letzten Jahrhunderts durften wir an einigen sogenannten
Null-Energie-Häusern ( private EFH, ZFH und gewerbliche Bürohäuser
) mitwirken.
Diese
stehen und funktionieren seitdem tadellos - es muß also nichts neu
erfunden werden. |
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